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Soziales

Weihnachten im Ursulaheim

Weihnachtsfeier im Ursulaheim …
… und was sich sonst noch so im
Bereich Obdachlosenseelsorge tut

In guter Tradition gibt es jährlich eine Weihnachtsfeier im Ursulaheim, der Einrichtung für Wohnsitzlose der katholischen Kirche. Im Wechsel wird diese Feier von
evangelischer und katholischer Hauptamtlichenseite gestaltet. Im vergangenen Jahr waren Pfarrer Bürkle und ich als Kontaktpersonen zum Ursulaheim angefragt.

Der Raum war mit einem Weihnachtsbaum, die Tische ebenfalls weihnachtlich geschmückt und für Kaffee und Kuchen gedeckt. Der Raum füllte sich mehr und
mehr bis alle Sitzplätze belegt waren und sogar am Rande noch Menschen standen. Parallel dazu gebe es aufgrund des Andrangs in der Wärmestube noch eine
Weihnachtsfeier, sagte Herr Saurer, der Leiter der Einrichtung.

Nach der Begrüßung vonseiten Herrn Saurers, begannen wir unsere Feier, gestaltet als kleinen Wortgottesdienst. Im Mittelpunkt stand das Weihnachtsevangelium und die Auslegung durch Pfr. Bürkle, der die biblische Botschaft mit dem Leben der von Wohnsitzlosigkeit Betroffenen treffend zu verbinden wusste. Mit dem Vater unser und dem Segen schloss die kleine Feier ab, die umrahmt war von traditionellen Weihnachtsliedern, die von den Versammelten gerne mitgesungen wurden.

Musikalisch begleitet wurden sie spontan von zwei Betroffenen mit Keyboard und sehr gekonnt mit Improvisation auf der Blockflöte, während ein Mitarbeiter des Ursulaheims mit Gitarre und ich die Melodie mit Blockflöte spielte. Es machte wirklich Spaß und die
Betroffenen blühten auf in alten Erinnerungen an ihr musikalisches Engagement.

 

Mir, die ich das erste Mal in einer solchen Feier dabei war, wurde bewusst, was es heißt, ohne die Verwurzelung in der Familie und im eigenen Zuhause Weihnachten zu feiern. Wie wichtig aber gerade in einer solchen Situation die Weihnachtsbotschaft und überhaupt die Präsenz der Kirche und die personale Begegnung ist, in Form von Anteilnahme, Unterstützung und Ermutigung zur Selbsthilfe. Sowohl im geistlichen und caritativen Sinn, als auch in der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Strukturen und politischen Weichenstellungen, was im Ursulaheim in vorbildlicher Weise versucht wird, miteinander zu verknüpfen. Als Zuständige für die Obdachlosenseelsorge bin ich bei den Offenburger Aktionstagen (OAT) dabei, einem Austausch sozialer, kirchlicher und staatlicher Einrichtungen, in dem es um Vernetzung und Aktionen zu Fragen von Wohnsitzlosigkeit und Armut geht. Auch in der Frage mit der ständig steigenden Zahl der Besucher an der Pfarrhaustür, die täglich ihre Essensgutscheine abholen und deren Zahl ständig zunimmt, sind wir mit den zuständigen Sozialarbeitern und Streetworkern des Ursulaheims kontinuierlich im Gespräch. Hierzu die sich vorstellen können, Gutscheine auszugeben und kurze Tür- und Angel- Gespräche zu führen, aber auch hellhörig zu sein für Bedürfnisse, die darüber hinausgehen. Dabei werden wir Sie von hauptamtlicher Seite natürlich begleiten. Je mehr Ehrenamtliche dabei sind, desto mehr kann zeitlich abgewechselt werden. Melden können Sie sich im Pfarrbüro, bei Pfarrer Bürkle oder bei mir. Für die Sekretärinnen und die pastoralen MitarbeiterInnen wäre dies eine große Entlastung, für Sie eine bereichernde Erfahrung und wichtige Aufgabe in der Begegnung mit Menschen, die in unserer Gesellschaft an den Rand geraten sind.
freuen wir uns sehr über Ehrenamtliche, zwischen 11.00 und 11.30 Uhr
Claudia Schimmer, Gemeindeassistentin

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